Herzlich Willkommen auf momos-memos.de

Jetzt aber doch mal im Ernst.

Ein Aufruf zum Leben in der Lingener Innenstadt, der lustig anfängt und mit einem sehr ernsten Appell endet.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, endlich war ich wegen gelungener Selbsthypnose trotz größten Getöses, wie eigentlich immer am Wochenende in der Lingener Innenstadt, ein wenig eingeschlafen, da weckte mich ein lauter Trompetenstoß (oder der eines anderweitigen BLASinstrumentes) und die folgend ebenfalls sehr laut zu hörende Liedzeile:

Deine Freundin die kann blasen, die kann blasen, blasen, blasen…deine…. (3 Wiederholungen), die mich um genau 2.02 Uhr mordmäßig wach und mordmäßig wütend machte. An die fortgesetzte Körperverletzung durch nächtliches Getöse vom Skaterplatz oder vom Schulhof gegenüber haben wir uns ja schon ein bisschen gewöhnt, aber jetzt auch noch durch fortgesetzte Geschmacklosigkeit aus dem Schlaf gerissen zu werden …kein Gedanke mehr an Schlaf…

Anderntags ging mir die blöde Liedzeile nicht aus dem Kopf und ich schaute nach:

Deine Freundin die kann Blasen
Die kann Blasen, Blasen, Blasen
Die kann Blasen, Blasen, Blasen
An den Füßen nicht ertragen

Gut, ich musste ganz schön grinsen…reingefallen halt im Halbschlaf.

Aber im Ernst: Muss ich als Anwohnerin der Lingener Innenstadt diesen und anderen Blödsinn an jedem Wochenende ertragen? Das Getöse vom Skaterplatz fängt so oft wieder an, wie die Polizei wieder abrückt. Ich rufe schon meist gar nicht mehr an. Bei Regen wird unter dem Vordach der Grundschule gegenüber gekifft, gesoffen und herumgeschrien, dass es keine Chance auf Schlaf gibt.

Die Frage, die sich mir allmählich ganz dringend stellt, ist die: Gibt es ein Menschenrecht auf Nachtschlaf, auf den eigenen Parkplatz und auf die Unversehrtheit der eigenen Person in der Lingener Innenstadt?

Die Parkschlange der Grundschultaxieltern, die unter unserem Schlafzimmerfenstern mit laufendem Motor auf dem Gehsteig wartet, ist wirklich nötig? Muss ich mich anscheißen lassen, wenn ich meinen eigenen Parkplatz benutzen möchte? Vor einiger Zeit habe ich einmal höflich gebeten, nicht ständig auf dem Gehsteig zu stehen und wurde prompt bedroht von einem erregten Vater, der schöne Worte für mich hatte.

Ich will hier von den Erfahrungen der Nachbarinnen gar nicht reden, das würde viel zu lang. Und ich bleibe bei mir als Person:

Jede*r, der mich kennt, weiß, dass ich ganz besonders viel für Kinder und Jugendliche übrighabe. Sie sind nicht schuld, wenn ihre Eltern zu faul sind, ein paar Meter zu gehen und dafür sogar die Gefährdung anderer Kinder in Kauf nehmen (die auf dem Gehweg zwischen den Autos herumlavieren müssen). Sie sind auch nicht schuld, wenn der Skaterplatz eigentlich um 20 Uhr (da stand mal ein Schild) geschlossen werden sollte, sich aber keiner (außer den jeweils pflichtschuldigst nach Anwohnertelefonat vorbeikommenden bedauernswerten Polzist*innen) darum kümmert.

Regeln funktionieren nur dann, wenn sie durchsetzbar sind, Zusammenleben nur dann, wenn es Möglichkeiten gibt für alle, unbeschadet und in Würde zu leben.

Und dafür, dass das einigermaßen funktioniert, sehe ich definitiv die Lingener Politiker in der Pflicht.

Schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Lingener Innenstadt bewohnbar wird!

Metropolis, 1999 – 100 x 245 cm

„Ein Bild lebt nur durch den Menschen, der es betrachtet“ (Picasso)

Die Bilder, die von Charly Monecke in der Ausstellung AltmannKunstMoneckeWake in der Kunsthalle bis zum 19.9.21 hängen, sind (mit einer Ausnahme: Don Quichotte) käuflich zu erwerben. Preislisten liegen bei der Aufsicht der Kunsthalle.

Viele Bilder aus dem Bildband Charly Monecke, Die Kunst, Werkschau eines schöpferischen Lebens stehen ebenfalls zum Verkauf.

Kontakt über Kunsthalle Lingen und: momo@momos-memos.de

Don Quichotte, 1999, 100 x 130 cm

Der Don Quichotte ist zu diesem Zeitpunkt (1999), weil ansatzweise figürlich, eher erstaunlich. Es gibt verschiedene Vorstufen (aus 1998) zu diesem Bild, die allesamt abstrakt sind, Dynamik ausdrücken, auf denen Betrachter andeutungsweise das Pferdemotiv, den Mond etc. erkennen können. Hier wollte Charly mal ganz deutlich werden. Das Motiv des Ritters von der traurigen Gestalt, der gegen Windmühlen kämpft, der der Lächerlichkeit preisgegeben ist (Pferdeärsche und nur „etwas Don Quichotte“, wie er auf der Rückseite des Bildes titelt) lässt viele Interpretationen zu.

Manchmal sah Charly Monecke sich genau so: Als im Kampf gegen den Kunstmarkt unterlegen und somit lächerliche Figur….

Wir haben fertig:

Charly Monecke, die Kunst

Ein Werkbuch mit 116 Abbildungen, 4 Textbeiträgen (Meike Behm, Irmgard Monecke, Heiner Schepers und Hajo Wiese) auf 112 Seiten. Hochwertiger Druck auf schwerem Papier, 24,50 €

Herausgeber:  Irmgard Monecke und Hans-Georg Krupp

Layout und Produktion: Markus Monecke

Verkauf:

  • In der Kunsthalle Lingen und durch die Buchhandlungen Holzberg und Blanke in Lingen
  • Am 5.7.2021 erscheint das Buch in der Edition Virgines und ist deutschlandweit in allen Buchhandlungen bestellbar: Charly Monecke, Die Kunst, Werkschau eines schöpferischen Lebens, Edition Virgines, ISBN 978-3-948229-27-6, Preis 24,50 €

 

Mehr Bilder von Charly Monecke (zum Vergrößern bitte anklicken):