Texte zu Tod und Leben

In dem Gedicht „Reklame“ (1956) von Ingeborg Bachmann geht es um die oberflächliche Welt des schönen Scheins:
„Sei ohne Sorge ohne Sorge“.
Seit 2008, dem Todesjahr von Jutta Heid, verfolgt mich dieses

„Was aber…“ angesichts eines Endes und

„wohin tragen wir…unsere Fragen und den Schauer aller Jahre…wenn Totenstille eintritt“
immer wieder und hier soll der Ort sein, darüber zu reden.

Ingeborg Bachmann
Reklame (1956)

Wohin aber gehen wir
ohne sorge sei ohne sorge
wenn es dunkel und wenn es kalt wird
sei ohne sorge
aber
mit musik
was sollen wir tun
heiter und mit Musik
und denken
heiter
angesichts eines Endes
mit musik
und wohin tragen wir
am besten
unsere Fragen und den Schauer aller Jahre
in die Traumwäscherei ohne sorge sei ohne sorge
was aber geschieht
am besten
wenn Totenstille

eintritt